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Partnergemeinden

Die Gemeinde Sielenbach pflegt seit 1992 eine offizielle Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Saint Fraimbault-de-Prières im Département Mayenne (Normandie).

Ziel der Partnerschaft ist die Förderung internationaler Beziehungen auf kultureller, sportlicher und privater Ebene, um die Toleranz und Völkerverständigung in Europa zu vertiefen.

Seit der ersten Kontaktaufnahme mit Saint Fraimbault im Jahre 1987 fanden zahlreiche gegenseitige Besuchsfahrten statt. Dabei konnten interessante Einblicke in Geschichte und Kultur des Nachbarlandes, aber auch in die persönliche Lebens- und Alltagswelt der Menschen gewonnen werden. Mit den Jahren entwickelte sich die Partnerschaft zu einer herzlichen und vertrauensvollen Freundschaft, die in beiden Gemeinden fest verankert ist.

Partnerschaftskomitee Sielenbach

Aichacher Straße 10, 86577 Sielenbach
Michael Ritter
08258 / 1423
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Einweihung des Bouleplatzes 2015

Einweihung des neuen Boule-Platzes mit "internationalem" Turnier (2015)

Schon seit 2003 veranstaltet das Partnerschaftskomitee Sielenbach alljährlich eine Dorfmeisterschaft im Boulespiel, einem spannenden und unterhaltsamen Freizeitvergnügen für Jung und Alt, das die Ecknachtaler in ihrer französischen Partnergemeinde St. Fraimbault-de-Prières kennengelernt hatten. Das Turnier am vergangenen Sonntag jedoch war in verschiedener Hinsicht etwas Besonderes. Erstmals konnte nämlich auf dem neuen Bouleplatz gespielt werden, den die Gemeinde Sielenbach mit tatkräftiger ehrenamtlicher Unterstützung durch das Partnerschaftskomitee vor einigen Wochen errichtet hatte. Die großzügig angelegte Bahn war dabei sinnvollerweise so konstruiert worden, dass sie nicht nur für das Spiel mit den Metallkugeln, sondern im Winter auch als Eislauffläche genutzt werden kann.

Es war überaus erfreulich, dass mehr als 60 Spieler und Zuschauer zum Eröffnungsturnier kamen. Dabei konnte erneut – wie auch Bürgermeister Martin Echter betonte – der Ruf Sielenbachs als aufgeschlossene, weltoffene Gemeinde unter Beweis gestellt werden, denn der Einladung waren auch die in Sielenbach und Tödtenried wohnhaften Asylbewerber gefolgt. Mit Teilnehmern aus Pakistan, Syrien, Israel, Senegal und der Ukraine sowie den beiden Komiteemitgliedern aus Frankreich und Italien konnte folglich mit Fug und Recht von einer „internationalen Dorfmeisterschaft“ gesprochen werden. So erlebten die 14 teilnehmenden Teams in engen Wettkämpfen, bei denen manchmal Millimeterabstände über Sieg oder Niederlage entschieden, einen kurzweiligen Nachmittag. Aber auch bei Kaffee und Kuchen konnte man gemütliche Unterhaltung sowie Gelegenheit zum Gespräch mit den neuen Mitbürgern der Gemeinde finden.

Nach dem Ende des Turniers zogen die Anwesenden vom Dorfplatz in die benachbarte Bauhofhalle der Gemeinde um, wo Michael Ritter, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees, die Siegerehrung vornahm. Den ersten Platz belegten Maria Kolbinger, Michael Kolbinger und Franz Kreutmeier, gefolgt von Sylvia Sailer, Hamoud Hamoud und Christian Delong (2. Platz) sowie Horst Pappenberger und Manfred Sailer (3. Platz). Mit köstlichen ofenfrischen Pizzavariationen des Komiteemitglieds Salvatore Fierro fand der Tag schließlich auch in kulinarischer Hinsicht einen gelungenen Ausklang.

Frankreichfahrt 2015 - Franzosen im Bayernlook

Immer wieder gelingt es dem französischen Partnerschaftskomitee aus St. Fraimbault, ihren Freunden aus Sielenbach eine gelungene Überraschung zu bereiten. Nachdem Sie beim Besuch vor zwei Jahren in der Dorfmitte einen Maibaum aufgestellt hatten, führten Sie diesmal beim Abschiedsabend einen lustigen Tanz zu bayerischer Musik auf. Dass die dirndl-ähnliche Kleidung der Frauen und das Lederhosenimitat der Männer in Gestaltung und Qualität nur entfernt einer echten bayerischen Tracht entsprach, tat dem Vergnügen keinen Abbruch. Und so tanzten schließlich auch die Gäste aus dem Ecknachtal bei der lustig choreographierten Vorführung begeistert mit. Michael Ritter, der Vorsitzende des Sielenbacher Partnerschaftskomitees gab dazu den humorvollen Kommentar ab, dass nach gut 20 Jahren Partnerschaft die französischen Freunde nun offensichtlich schon fast bayerischer als die Bayern seien. Doch nicht nur dieser unterhaltsame Abend wird den jungen und erwachsenen Teilnehmern der Reise in lebendiger Erinnerung bleiben, denn es wurde ihnen wieder ein ebenso vielseitiges wie interessantes Programm geboten. So wurden beispielsweise eine Schokoladenfabrik und eine Schneckenzucht besucht. Die schmackhaften Häppchen, die in beiden Betrieben gereicht wurden, wurden von (fast) allen Sielenbachern gerne probiert. Besonders beeindruckend war die ganztägige Fahrt an die Küste des Ärmelkanals, wo die Schauplätze der Landung der alliierten Streitkräfte im Juni 1944 besichtigt wurden. Unter Leitung eines überaus kenntnisreichen Historikers wurden dabei vor Ort die schrecklichen Kriegsereignisse der damaligen Zeit veranschaulicht. Zum Abschluss wurde der deutsche Soldatenfriedhof in La Cambe besucht, wo die beiden Bürgermeister Martin Echter und Hubert Moll gemeinsam ein Blumengesteck niederlegten. Auch diese bewegende Geste empfanden die Teilnehmer als unverbrüchliches Zeichen der vertrauensvollen Freundschaft zwischen den beiden Partnergemeinden, nachdem bereits zwei Tage zuvor in einem kleinen Festakt nach dem gemeinsamen Gottesdienst eine ukrainische Künstlerin zwei Gemälde überreicht hatte, die ebenfalls symbolisch die enge Verbundenheit zwischen Sielenbach und St. Fraimbault zum Ausdruck gebracht hatten.

Doch nicht nur die Erwachsenen, auch die Jugendlichen konnten viele neue Eindrücke und Erlebnisse sammeln. So konnten sie sich unter anderem mit sportlichen Wettkämpfen am Fußballplatz, mit einem Bad im Ärmelkanal oder auch mit einem Parcours vergnügen, der in luftiger Höhe mit Seilen zwischen Bäumen gespannt war. Neben dem vielseitigen Programmangebot blieb während dieser knappen Woche in Frankreich für die Teilnehmer aber trotzdem noch genügend Zeit, um sich auch einfach nur angeregt zu unterhalten, gemeinsam spazieren zu gehen oder natürlich – wie könnte es in Frankreich anders sein – ausgiebig miteinander zu tafeln. So verging die Reise wieder einmal wie im Flug, was Gäste und Gastgeber ausnahmslos bedauerten, als die Sielenbacher schließlich wieder ihre Heimreise antraten. So war denn auch der meist gehörte Ausspruch bei der Verabschiedung: „A la prochaine fois“ bzw. „Bis zum nächsten Mal“.