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Tödtenrieder nominieren Thomas Ritter

Bei der Bürgermeisterwahl in Sielenbach gibt es seit langem wieder zwei Kandidaten

Sie wollen künftig Verantwortung für die Gemeinde Sielenbach übernehmen (von links): Bürgermeisterkandidat Thomas Ritter und die Gemeinderatskandidaten der FWG Tödtenried Fritz Spalek (Ersatzkandidat), Verena Echter, Josef Stocker, Markus Triebenbacher, Thomas Stocker, Christian Popfinger, Benedikt Lechner, Hans Finkenzeller und Martin Echter jun. Foto: Alfred Haas

FWG mit ausgesprochen junger Gemeinderatsliste

Der Sielenbacher Gemeinderat wird jünger. Zumindest drängten bei der Nominierungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft Tödtenried am Dienstagabend junge bis sehr junge Kandidaten nach vorne, die Verantwortung für die Gemeindepolitik übernehmen wollen. Und auch Thomas Ritter ist als Bürgermeisterkandidat wieder im Ring.

Als die Liste Einheit Sielenbach ihre Kandidaten nominierte, scheiterte Ritter noch an seinem Mitbewerber ums Bürgermeisteramt Heinz Geiling. Diesmal hatte er keinen Gegenkandidaten. 28 Tödtenrieder sagten ja, neun nein zu seiner Kandidatur.

„Ministrant, Hausbau, Fußball gespielt und Kassier beim TSV Sielenbach“, stellte sich der selbstständige Berater für Baufinanzierung, der „in ganz Bayern herumdüst“ kurz vor. Sollte Ritter den Chefsessel erobern, ist es für ihn „ganz klar“, dass der Weg von Bürgermeister Martin Echter „weitergeführt wird“.

Er sei „stolzer Gewerbesteuerzahler“ in Sielenbach und könne das Ehrenamt gut mit seinem Beruf vereinbaren. „Durch die gute Vorarbeit von Bürgermeister Martin Echter und den Gemeinderäten ist es leichter, die Gemeinde zu übernehmen“, meinte der frischgebackene Kandidat. Wichtig sei ihm die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Vereinen, Schule und Feuerwehr. Daran dass Martin Echter eine Gemeinde übergibt, die in allen Belangen, ob Straßen- oder Gebäudebau oder finanziell gut aufgestellt ist, gab es keine Zweifel. Bei der Energieerzeugung und Wärmeversorgung ist Sielenbach sogar klimaneutral und beispielhaft für ganz Bayern. Am 15. März 2020 haben die Wähler die Wahl wie es weitergeht. „Ich hoffe, dass gute Entscheidungen getroffen werden“, sagte das scheidende Gemeindeoberhaupt. 42 Jahre war Martin Echter in der Gemeindepolitik tätig. Jetzt sei es der richtige Zeitpunkt um aufzuhören. Der neue Bürgermeister darf sich auf einen verjüngten Gemeinderat einstellen. Acht Kandidaten waren nötig, um eine gute Liste aufstellen zu können. Unter der Leitung von Stephan Kreppold, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Dasing, waren die ruck, zuck gefunden. Die bisherigen Gemeinderäte Hans Finkenzeller und Josef Stocker stellten sich wieder zur Verfügung. Angela Asam wollte nicht mehr kandidieren, bei Josef Asam ging man davon aus, er war nicht zur Nominierung erschienen. 24 Kandidaten wären rein theoretisch möglich gewesen. Der Sielenbacher Gemeinderat besteht aus zwölf Gemeinderäten.

Gemessen an der Einwohnerzahl stünden Tödtenried statistisch gesehen 2,5 bis drei Gemeinderäte zu. Momentan sind es, mit Bürgermeister Martin Echter, fünf.

„Echterfrei“ wird wohl auch der neue Gemeinderat nicht sein. Mit Martin Echter Junior, 37, und Verena Echter, 23, wollen auch Sohn und Nichte des amtierenden Bürgermeisters Verantwortung für die Kommune übernehmen. Die jüngsten Kandidaten, Thomas Stocker jun. und Markus Triebenbacher, sind 22 Jahre alt, der älteste, Josef Stocker, ist 55 Jahre alt. Dafür sind die Sielenbacher Kandidaten „etwas älter“. Für Bürgermeister Echter ist es insgesamt aber eine „gute Mischung“, um die Gemeindepolitik erfolgreich weiterführen zu können.

Alfred Haas, Aichacher Zeitung

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