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Sielenbach heizt (fast) ölfrei

Gemeinderat bringt weiteres Nahwärmenetz auf den Weg

Das Wärmenetz II im südöstlichen Teil Sielenbachs ist auf den Weg gebracht. Die Gemeinderäte gaben am Mittwochabend in ihrer Sitzung einstimmig die Zustimmung für ein Leitungsnetz von 4,5 Kilometern. Mit der Verwirklichung des vierten Wärmenetzes heizt fas die gesamte Gemeinde ölfrei.

„Das ist schon beachtlich‘“, freute sich Bürgermeister Martin Echter. Ebenfalls einstimmig haben die Räte eine Absichtserklärung abgegeben, die Kinderkrippen, den Kindergarten und das Vier-Familien-Sozialwohnhaus an das geplante Nahwärmenetz von Josef Held anzuschließen.

Der einmalige Anschlussbeitrag kostet maximal 4.100 Euro. Dazu fällt eine jährliche Grundgebühr von 200 Euro an. Der Wärmepreis beträgt sieben Cent pro Kilowattstunde. Technisch gesehen sei der Anschluss sehr einfach, weil „alles zusammengekoppelt ist“, erklärte Echter.

Martin Echter ist überzeugt, dass sehr bald noch „etliche Anschlussbewerber“ kommen werden. „Es gibt keine Klagen.“ Er selbst sei schon seit sieben Jahre an die Nahwärmeversorgung in Tödtenried angeschlossen, Probleme habe es bisher noch nicht gegeben. „Wir gehen den Weg weiter“, hob Bürgermeister Echter hervor.

16 Sozialwohnungen hat die Gemeinde, worauf Bürgermeister und Gemeinderäte schon stolz sind. „Das ist top, und alle Wohnungen sind saniert und in einem guten Zustand“, betonte Martin Echter. Der Neubau des Acht-Familien-Sozialwohnhauses verzögert sich jetzt etwas. Grund dafür ist der neue Ministerpräsident Markus Söder, der für solche Baumaßnahmen mehr Fördergelder ins Aussicht stellte. „Jetzt ist die Antragsflut groß, und das Personal wurde nicht aufgestockt“, erklärte Bürgermeister Martin Echter. Jetzt sollen im Herbst die Ausschreibungen über die Bühne gehen. „Momentan sind die Angebote knapp und die Preise sehr hoch“, zeigte sich Martin Echter besorgt.

Den Zeitverlust können die Gemeinderäte verschmerzen. Immerhin winken dafür etwa 48 000 Euro mehr Fördergelder. „Wir sollten das Bauvorhaben vernünftig angehen und die Zuschüsse mitnehmen“, meinte Zweiter Bürgermeister Franz Moser.

Aichacher Zeitung, 12.05.2018, Alfred Haas

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