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Neuer Vorstoß für Friedhofs-WC

Straßen, Spielplätze, Brücken – viele Wortmeldungen bei Sielenbacher Bürgerversammlung

Ruhig, aber rege – so lässt sich die Bürgerversammlung im Sielenbacher Sportheim am Mittwochabend zusammenfassen. Nach nicht einmal eineinviertel Stunden war alles vorbei. Trotzdem trugen die über 70 Besucher nach dem Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Martin Echter etliche zumeist kleinere Anliegen vor.

Unter anderem wurde das Dauerbrennerthema WC am Friedhof angesprochen, wie Echter auf Nachfrage unserer Zeitung berichtet. Josef Breitsameter wies darauf hin, dass nach der Wahl der neuen Kirchenverwaltung ein guter Zeitpunkt dafür wäre, das Projekt in Angriff zu nehmen. Der Bürgermeister berichtete, dass der Gemeinderat der Errichtung eines WCs ohnehin schon grundsätzlich zugestimmt habe. Es werde nun erneut mit der Kirchenverwaltung verhandelt.

Wegen des Geh- und Radwegs von Sielenbach nach Aichach schlug Josef Breitsameter vor, die Stadt Aichach wegen eines Ausbaus zu kontaktieren. Zweiter Bürgermeister Franz Moser erklärte allerdings, dass möglicherweise ohnehin ein Straßenausbau erfolgt, in dessen Zuge die Geh- und Radwege erneuert werden könnten.

Die Parksituation hinter der Schule nannte Breitsameter eine Katastrophe. Er hofft, dass bei der Reutgasse genug Parkplätze eingeplant werden. Das sei auch für das Durchkommen der landwirtschaftlichen Fahrzeuge wichtig. Ein beidseitiges Parkverbot in der Ostergasse wünschte sich Josef Kirmair. Teresa Teschert ergänzte, dass häufig auf den Gehwegen geparkt würde, die doch eigentlich von den Kindern benutzt werden sollten. Man habe viele Bewohner schon angeschrieben, erklärte Echter. Man werde das Ansinnen aber noch einmal im Mitteilungsblatt aufnehmen.

Holger Blaufuß sprach den schlechten Zustand der Sielenbacher Brücken an – womit er recht hat. Die Gemeinde hatte die Reparatur der Brücken über den Weiherbach, zum Sportgelände und über die Siele an der Weinbergstraße schon im Frühjahr beauftragt, doch die Baufirma ist bislang nicht dazugekommen, wie Echter mitteilte.

Der Spielplatz am Breitenwiesweg muss dringend auf Vordermann gebracht werden, sagte Teresa Tenschert. Der wurde auch schon vom Tüv angeschaut, klärte Bürgermeister Echter auf. Sobald dessen Mängelprotokoll vorliegt werde die Gemeinde sich darum kümmern.

Johann Goldstein lobte die Flurbereinigung in Tödtenried. Die sei super gemacht worden – anders als die in Sielenbach. Bei der Reutgasse müssten 43 Meter geteert werden, da es andernfalls immer bei Regen den Dreck auf die Straße spüle. Sobald der Ausbau der Reutgasse erfolge, sei die Teerung bereits vorgesehen, erklärte Echter dazu. Das Aufkiesen der Grünwege Richtung Wollomoos konnte er allerdings nicht zusagen. Grünwege dürfen wegen der Naturschutzauflagen nicht gekiest werden.

Die Räumung der Ecknach von Schafhausen bis Adelzhausen beantragte Martin Echter aus Schafhausen. Die Maßnahme ist laut Bürgermeister allerdings noch nicht vom Wasserwirtschaftsamt genehmigt. Ein weiterer Ortstermin mit dessen Vertretern sei aber geplant. Die Räumung des Freigrabens/Moosgrabens hingegen fällt in den Aufgabenbereich der Stadt Aichach.

Angeregt wurden ferner mehr Hundekot-Mülleimer mit Beutelspendern, eine Boulebahn am Spielplatz in Tödtenried und eine E-Ladestation, die zum Beispiel am Dorfplatz errichtet werden könnte. Für Maria Birnbaum wird noch ein Christbaum gesucht. Wer einen zur Verfügung stellen möchte, kann sich an Josef Asam wenden.

Von Carina Lautenbacher, Aichacher Zeitung, 23.11.2018

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